„Das Ende der Unschuld“

Zum ersten Mal gedruckt in „Solar X“, Fanzine des Andromeda Science Fiction Clubs Halle/S. (1997)
Erschienen in „Wie jetzt? – Zweideutigkeiten, Klischees und Irrtümer“ (2002)

 

„Das Ende der Unschuld“

Zum ersten Mal gedruckt in „Solar X“, Fanzine des Andromeda Science Fiction Clubs Halle/S. (1997)
Erschienen in „Wie jetzt? – Zweideutigkeiten, Klischees und Irrtümer“ (2002)

 

Klappentext

Klappentext „Das Ende der Unschuld“

Sie war wiedermal in der Zeit zurückgefallen. Und sie fand etwas Erstaunliches: Außerirdische. Technisch hoch entwickelt natürlich. Sie würden ihr vielleicht helfen können, endlich nach Hause zu gelangen …

Smalltalk

Ein bisschen Smalltalk über „Das Ende der Unschuld“

Der Geschichtenkomplex rund um eine Zeitreisende gehört zu meinen ältesten SF-Projekten. Schon als 10- oder 11-Jährige spielte ich in meiner Fantasie das Thema durch – ohne dazu allerdings Geschichten zu schreiben.

Natürlich veränderte sich das Setting im Laufe der Zeit. Vor allem der „Mechanismus“ der Zeitsprünge änderte sich: Anfangs konnte die Heldin noch – wie auch immer – gezielt zu bestimmten Zeiten und Orten springen, nach und nach verlor sie diese Kontrolle. Dafür gewann sie die Gabe des Nichtalterns, solange sie in der „fremden“ Zeit war.

Als ich in den 1990ern dann „Das Ende der Unschuld“ schrieb, stand schließlich das Grundgerüst der heutigen „Saga“ fest. An den Details allerdings schraub(t)e ich bei jeder neuen Geschichte, die ich seitdem in Text fass(t)e.

Leseprobe

Leseprobe aus „Das Ende der Unschuld“

Ineas Erwartungen schienen sich zu erfüllen. Einige der Grundlagen, die Schelo ihr zu vermitteln suchte, kannte sie zwar noch aus ihrem Studium zu Hause oder aus Büchern, die sie damals zu diesem Thema verschlungen hatte. Doch vieles davon erschien plötzlich in einem ganz neuen Licht, fügte sich zu einer faszinierenden Einheit. Inea geriet in einen Rausch. Wie simpel doch alles letztlich war! Wie einfach die Regeln, wie unerschöpflich ihre Kombinationsmöglichkeiten!

Und vielleicht würde sie auch endlich erfahren, wieso sie hier war.

Doch dazu brauchte sie jemanden, der ihr half. Jemanden, der genug physikalischen Sachverstand hatte, um mit der Theorie schöpferisch zu arbeiten, und der gleichzeitig mathematisch so versiert war, dass er konkrete Daten in ein handhabbares Modell fügen konnte.

Schelo.

Vorsichtig versuchte Inea, den Mann zu lenken. Er sollte das Gefühl haben, die Idee, sich mit Zeitverwerfungen zu beschäftigen, stamme von ihm selbst. Dazu musste sie ihn genauer kennen lernen. Also beobachtete Inea den Mann.

Sie entdeckte plötzlich Dinge an Schelo, die ihr früher nie aufgefallen waren. Diese unruhige Handbewegung, wenn er erregt war. Dieses Lächeln, wenn er kurz vor der Lösung eines Problems stand. Dieser Augenaufschlag, mit dem er sich vergewisserte, ob Inea ihm auch zuhörte. Und ein seltsames Zögern, das er manchmal an den Tag legte. Zuerst konnte Inea nicht zuordnen, woher das kam. Die Situationen schienen zu verschieden, um den Grund für Schelos Zurückhaltung herauszufinden. Die Erleuchtung kam ihr ganz plötzlich: Es waren eigentlich zwei Gründe. Der eine: Schelo arbeitete schon längst an dem Thema, das Inea so am Herzen lag. Den Andeutungen, die der Mann machte, entnahm sie, dass er eine Idee verfolgte, die im Widerspruch zur Einheitlichen Physik zu stehen schien. Offensichtlich fürchtete er, sich lächerlich zu machen, wenn er offen über seine Zeitsprung-Theorie sprach. Und zweitens: Am meisten fürchtete er dabei, sich bei seiner Schülerin, bei Inea, lächerlich zu machen.

Inea war erleichtert. Alles schien sich noch besser zu fügen, als sie es geplant hatte. Schelo arbeitete bereits an ihrem Problem und was das andere anging – Inea lächelte – Schelo war durchaus der Mann, mit dem sie gern auch privat zusammen war.

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